Ich hab die Polar Grit X2 getestet. Seitdem treibe ich wieder strukturiert Sport. Was kann die Smartwatch noch, außer mich zu motivieren? Kann die Uhr aus Finnland dem Platzhirsch Garmin etwas entgegensetzen?
Nach einem Monat damit in meinem Lebens- und Sportalltag gibt es darauf ein eindeutiges: Ja! Nicht, weil sie alles gleich oder besser macht, sondern weil die Polar Grit X2 Alltagstauglichkeit mit einem sehr breiten Einsatzspektrum verbindet.
Inhalt
Unboxing und Inbetriebnahme

Die Grit X2 kommt in einer quadratischen, schwarzen Box. Das wirkt schon recht edel. Das Aupacken macht Spaß. Die enthaltenen Teile sind übersichtlich. Ein zweites Armband in einer kürzeren Länge für schmale Handgelenke liegt bei sowie ein Ladekabel.
Vor allem aber auch eine sehr gute Schnellstartanleitung in Form eines kleinen Flyers, genaugenommen sind es 15 in verschiedenen Sprachen. Damit gelingt mir der Einstieg in die für mich unbekannte Uhr recht reibungslos.

Das propriätere Ladekabel hat am anderen Ende einen USB-C-Stecker und erweckt die Uhr zum Leben. Erfreulicherweise ist es sehr kein gehalten und damit sehr reisetauglich.

Auch ohne die Schnellstartanleitung weißt mich die Uhr früh darauf hin, dass ich sie mit einem Smartphone starten soll. Ich lade also die Polar Flow App runter (Link zu den Downloadplattformen), richte mir ein Konto ein und starte die Uhr. Für den ganzen Vorgang sollte man ca. 30 Minuten einplanen.



Erste Schritte
Nach der Synchronisierung bietet mit die App ein paar Getting-started-Kurzvideos an. Das gefällt mir. Und die kleine Kurzanleitung hatte mich schon aufgeklärt, welche Funktionen die 5 Tasten haben (zwei links, drei rechts) und wie man sich mithilfe des Touchdisplays durch die Menüs bewegt.

Ich tätige einige Grundeinstellungen an der Uhr, wie das Erscheinungsbild der Uhrzeit mit großen Anzeigen für bessere Lesbarkeit, Benachrichtigungen und den Display-Modus. Das Instant-on für das Display lasse ich deaktiviert, um die Akkulaufzeit zu verlängern.
Die Grit X2 hat eine Bewegungsgeste, um das Display zu aktivieren, wenn ich draufblicke, die jedoch nicht immer so zuverlässig funktioniert. Ab undczu muss ich die Hand zwei Mal drehen.
Zudem zeigt sie anfangs keine Smart-Notifications vom Smartphone an, erst nach einem Neustart des iPhones 12 und der Synchronisation mit der Polar Flow App erscheinen die Nachrichten auf der Grit X2.
Überhaupt ist die Polar Flow App die Schaltzentrale für die Verwaltung der Uhr. Hier findet sich alle Einstellmöglichkeiten und das persönliche Trainingstagebuch, das alle Aktivitäten und Metriken zusammenfasst.

Für diese ganzen Einstellungen sowie die Aktualisierung des Kartenmaterials geht schon ein bisschen Zeit ins Land, verteilt auf mehrere Tage. Das hätte hier und da geschmeidiger sein können, aber dafür belohnt sie wiederum mit einem sehr schönen und brillantem Display.
Die Grit X2 angenehm am Arm und das brillante Display
Die Uhr soll für beste Messergebnisse eng am Handgelenk getragen werden. Bei meiner Vorgängeruhr, eine Wahoo Rival war ein enges Tragen sehr unangenehm, ich hatte immer ein Gefühl von Abgeschnürtheit. Nicht so mit der Polar Grit X2 – sie sitzt fest, aber ich bemerke sie kaum.
Ich vergesse sogar mitunter, dass ich sie trage. Ihr Gewicht von 62 g und die neuentwickelte superflache Biosensoreinheit tragen wahrscheinlich zu diesem sehr angenehmen Tragegefühl bei. Sie fühlt sich so gut an, dass ich sie ohne zu zögern auch nachts anlasse. Sie braucht ein paar Nächte, um meinen Schlaf zu analysieren.

Das 1,28″ (3,25cm) AMOLED Display mit hoher Auflösung bietet eine gestochen scharfe Darstellung mit gutem Kontrast (bei Helligkeistsstufe hoch). Solange das Smartphone in der Nähe ist, klärt mich das Display auch über das aktuelle Wetter auf.
Eine sehr willkommene Funktion für jemanden, der seinen Sport überwiegend draußen macht (Laufen, Rennrad, zur Arbeit mit dem Rad pendeln). Das Display wird von einem Saphirglas geschützt. Es ist robust und strapazierfähig. Unreinheiten können einfach abgewischt werden. Ich sehe kein Erfordernis, ein Displayschutz draufkleben zu müssen.
Die Grit X2 stellt für mich einen perfekten Kompromiss aus Gewicht und Displaygröße für einen optimalen Tragekomfort da. Wer ein größeres Display haben möchte, kann zur Grit X2 Pro greifen, aber die größere Uhr ist mit 79 gr auch deutlich schwerer. Die kleine, leichte X2 ist für mich gerade richtig.
Fitnesstests
Die Grit X2 verfügt über so einige Fitnesstests. Ein paar davon absolviere ich sofort: Beinerholungstest, SpO2 (Sauerstoffsättigung im Blut) und EKG. Für den orthostatischen Test empfiehlt mir die X2 eine Durchführung vor dem Frühstück. Und die Leistungstests bei Laufen und Radfahren setzen nicht nur besseres Wetter, sondern auch Zeit und ein wenig Vorbereitung voraus.

Auf dem Rad, das dazu mit einer Wattmessung ausgestattet sein muss, wird eine FTP-Ermittlung (Functional Threshold Power) durchgeführt, also meine maximale Leistungsfähigkeit in Watt während 60 Minuten. Der Test kann auf 20 Minuten Durchführungsdauer reduziert werden, aber das ist dennoch eine recht harte Herausforderung und nur für erfahrene, trainierte Sportler empfehlenswert. Die Uhr klärt mich darüber auf und verweist auf (weiterführende Hinweise auf polar.com).
Angeleitete @home-Trainings
Nach drei Tagen Schneechaos vor der Haustür entscheide ich mich für ein Workout in der Wohnung. Die Grit X2 hat neben Cardio und Stretching auch dafür was in Petto. Einfache Übungen wie Squats, Pushups, Crunches etc. in einem Setting von 25 Minuten.
Einschließlich Aufwärmen und Cooldown. Die Finnen haben an alles gedacht. Kleine animierte Piktogramm-Männchen machen die Übung vor und Beschreibungstexte sorgen für ein klares Übungsverständnis. Die Uhr läutet die verschiedenen Übungen durch Piep- und Vibrationshinweise ein und wieder aus. Das Mini-Workout ist damit ziemlich easy und effektiv.

Wenn ich im Fitnessstudio bin und das Programm Krafttraining starte, bekomme ich auch hier eine Anleitung, was die Anstrengungsphasen und Erholungspausen angeht.

Angleitete Wettkampf-Vorbereitungen
Heutzutage kann man sich ein Wettkampf-Vorbereitungs-Programm mit KI erstellen lassen. Wenn man weiß, wie man das promptet. Einfacher geht es mit dem Angebot von Polar Flow. Ohne Zusatzkosten lässt sich über den Polar Flow online-Account am Rechner ein Laufprogramm oder ein Saisonplan erstellen.
Dazu gibt man das Zieldatum und den Wettkampf ein (z.B. 10-km-Lauf) und die Trainingsintensität, die man bereit ist, aufzubringen. Polar Flow stellt ein Programm zusammen, bei dem man im Anschluss noch die Trainingseiheiten tageweise anpassen kann.
Mit der nächsten Synchronisation ist das Programm in der Uhr und bei den täglichen Trainingsvorschlägen tauchen die Einheiten des Programms auf. Sehr motivierend. Und man trägt den gesamten Trainingsplan am Handgelenk.

Datenauswertung
Aus all den gewonnenen Daten beginnt die Polar Grit X2 nun eine Analyse meiner Fitness. Nach ein paar Tagen fängt sie an, mich darauf hinzuweisen, was ihrer Ansicht nach gut für mich sei. Sie tut dies recht unaufdringlich. Ein Aufruf zum Bewegen, ein Vorschlag für ein Training. Alles per Vibration am Handgelenk, sehr diskret.
Zudem kann ich jederzeit selbst unter dem ausführlichen Auswertungsmaterial mein Erholungs- und Fitnesszustand prüfen. Vielleicht würde an dieser Stelle schon manche abwinken und das für zu viel halten. Aber man muss sich diese Dinge nicht anschauen und kann die Training-Notifications auch deaktivieren.

Wer sich jedoch für diese Dinge interessiert, dem bietet die Software von Polar ein Füllhorn an Details und damit verbundener Tipps. Das habe ich zuletzt bei Garmin in einer so ausführlichen Form gesehen. Aber zu Garmin möchte ich nur ungern zurück, nachdem sich im Grunde jeder über die strengen Zurechtweisungen der Software lustig macht.
Die Polar ist in der Hinsicht eher wie eine Apple Watch. Sie lobt mich unaufdringlich, wenn ich mein Bewegungs-Tagesziel erreicht habe oder mein Carbo-Load status positiv ausfällt.
Tracking beim Laufen
Jetzt fällt es noch ein bisschen mehr auf, dass die Uhr nicht sofort das Display aktiviert, wenn ich draufschauen möchte beziehungsweise dauert es einen Sekundenbruchteil, bis die Daten erscheinen. Das würde mich im Wettkampf wahrscheinlich stören und ich werde das Display dauerhaft auf „an“ schalten. Das geht sehr einfach über die Einstellungen der Aktivität.

Aber beim Laufen kommt noch ein anderes Problem auf mich zu: die Uhr kann nicht anzeigen, wo ich mich befinde, obwohl das Kartenmaterial für Europa standardmäßig installiert sein soll. Macht ja nichts, dann lade ich mir die Karten für Deutschland halt runter.
Ich muss jedoch feststellen, dass das mit meinem Macbook nicht auf Anhieb klappt. Erst werden mir die Karten im Browser nicht angezeigt und außerdem brauche ich ein kleines Zusatzprogramm, mit dem ich die Karten auf die Grit X2 übertragen kann. Dieses Procedere hat Nerven und Zeit gekostet. Auch hier wünsche ich mir, dass Polar sowas in Zukunft einfacher gestaltet.
Polar Grit X2 Pro: Akkulaufzeit im Echtbetrieb
In der ersten Woche komme mit ich auf circa drei Stunden angeleiteten Trainings. Ansonsten nutze ich sie als normale Smartwatch und habe das Display auf aus. Der Akku hält so ziemlich genau sechs Tage. Oder sagen wir, die Uhr ist bedingt aus. Denn bei 5 % Restkapazität geht sie in eine Art Notmodus. Sie trennt die Verbindung zum Handy, leitet keine Trainings mehr an und hört auf, meinen Puls zu messen.
Auf Knopfdruck geht das Display an und zeigt mir die Uhrzeit. Sie ist jetzt nur noch ein Chronometer. Nach einem weiteren Tag zeigt sie weiterhin unverändert 5 % Restkapa an, aber ohne ihre Smartwatch- und Trainingsfunktionen ist mir das zu doof und ich lade sie. Schon nach 1,5 Stunden zeigt der Akkustand wieder 100 %.

Übrigens: den Akkustand zeigt sie an, wenn man auf dem Startdisplay nach unten wischt. Und wenn man ein Training startet zeigt sie kurz die Restlaufzeit für den Trainingsmodus an. Verwendet man die Sportuhr im Training mit Navigation und Pulsmessung hält sie bis zu 30 Stunden durch. Das sollte also locker auch für einen längeren Triathlon oder eine Ultradistanz reichen. Die reguläre Akkulaufzeit von sechs Tagen empfinde ich als positiv angesichts der vielen Funktionen, mit denen die Uhr aufwartet.
GPS und Herzfrequenz: Wie präzise ist die Polar Grit X2?
Die Grit X2 empfängt das GPS-Signal recht zügig, sobald ich die Haustür öffne. Natürlich kann die Signalbeschaffung je nach Umgebung variieren. In der Nähe von Hochhäusern oder im Wald kann es länger dauern. Im Vergleich zu meiner alten Fitnessuhr ist die X2 jedoch extrem schnell. Möglicherweise liegt das auch an ihrem Dual-Band-GPS-Empfänger.
Die Messung der Herzfrequenz am Handgelenk ist wie so oft keine genaue Wissenschaft. Im Großen und Ganzen zwar recht verlässlich, hat sie jedoch hin und wieder Ausreißer. So kommt es gerne mal vor, dass ich, kaum losgelaufen, mein Puls von 75 auf 165 hochschnellt.
Und auch wenn ich das Tempo zu Schrittgeschwindigkeit runterdrossele, zeigt die Polar Grit X2 hartnäckig einen viel zu hohen Puls an. Oder sie fängt an, in einem Hochintensitätsintervall die Herzfrequenzmessung mit 30 Schlägen rauf und runter zu variieren, obwohl ich sehr konstant laufe. Das ist mitunter frustrierend, da die Uhr denkt, dass ich mich nicht an die vorgegebenen Trainingsintensitäten halte.
Ich habe versucht, die Uhr enger zu schnallen, aber das führte dann zu Quetschungen der Haut. Eine verlässliche Pulsmessung während eines bewegungsintensiven Trainings scheint dann letzten Endes nur mit einem zusätzlichen Pulsgurt erreichbar zu sein. Das ist schade, kenne ich aber auch von anderen Fabrikaten.
Verbindung mit anderen Geräten und Apps
Die Polar Grit X2 verbindet sich mit ANT+ Sensoren. Brustgurt oder ein Powermeter am Fahrrad zu verbinden ist einfach. Die Grit X2 lässt sich sogar als Pulsmesser an meinem Fahrradcomputer Wahoo Roam integrieren. Dazu muss man in einem der Sportprogramme der Grit X2 die Einstellungen aufrufen und dann „HF mit anderen Geräten teilen“. Die Uhr geht in den Kopplungsmodus und kann vom Wahoo Roam gefunden werden, wenn ich diesen nach Sensoren suchen lasse.
Ist sie erstmal gekoppelt, sperrt sich die Grit X2 auch dagegen, die Radfahrt aufzuzeichnen. Sie weiß ja, dass ein anderes Gerät im Einsatz ist. Leider können jedoch die Trainingsdaten, die mein Wahoo Radcomputer aufzeichnet, nicht in die Polar Flow App übernommen werden. Alle Radtrainings bleiben somit im Trainingstagebuch der Polar Flow App unberücksichtigt und gehen nicht in die Metriken ein, wenn sie nicht mit der Uhr aufgezeichnet wurden. Hier wünschte ich mir, dass Polar und Wahoo nachbessern würde, denn mein Trainingsfortschritt ist dadurch nicht korrekt dargestellt.

Die Verbindung und Synchronisierung mit Apps wie Health (Apple) oder Strava läuft dagegen problemlos. Nach jeder Aktivität werden die Trainingsdaten sofort auf Strava hochgeladen.
Eine Lösung könnte die App RunGap sein, sie kann angeblich die Trainingseinheiten zwischen verschiedenen Apps vermitteln. Allerdings muss dafür die kostenpflichtige Funktion „Swag Bag“ aktiviert werden. Also irgendwie doch wieder eine Sackgasse, denn eine Planungslücke in der Software bei Polar durch den Einkauf einer Drittanbieterlösung ausgleichen zu müssen, nervt.
Design und Verarbeitung: Saphirglas trifft Edelstahl
Die Polar Grit X2 ist in zwei Farben erhältlich: Schwarz und Braun-Kupfer. Für unseren Test lag hatten wir die schwarze Version mit der silberfarbenen Lünette um das Saphirglas vorliegen. Die metallene Lünette verleiht der Uhr etwas Wertiges. Das AMOLED Display ist heute Standard bei höherwertigen Wearables und sorgt mit satten Schwarztönen und lebendigen Farben zudem für eine lange Akkulaufzeit. Das Saphirglas wirkt sehr robust, ist kratzfester als Gorillaglas und setzt Toucheingaben ohne zu zögern um, auch mit Handschuhen (die touchscreenfähig sein müssen).
Das Armband wirkt ebenfalls wertig und die schnelle, werkzeugfreie Austauschbarkeit hat mir gefallen.


Die wichtigsten Funktionen im Überblick
| Akkuzeit | Display px | Gewicht | Preis (UVP) | |
|---|---|---|---|---|
| Polar Grit X2 | 7 Tage/30 Stunden | Saphierglas, Touch 416×416 | 39 g (ohne Armband) | 479,99 Euro |
| Polar Grit 2 Pro | 10 Tage/43 Stunden | Saphierglas, Touch 454×454 | 57 g (ohne Armband) | 749,99 Euro |
| Garmin Forerunner 970 | 15 Tage/23 Stunden | Saphierglas, Touch 454×454 | 56 g | 749,99 Euro |
| Garmin Forerunner 570 | 11 Tage/16 Stunden | Gorlillaglas, Touch 454×454 | 50 g | 549,99 Euro |
Aktuell bietet Polar die Grit X2 zum Sonderpreis von knapp unter 400 EUR an. Der Onlinepreis pendelt um die 380 EUR Marke, als ich im Januar 2026 dieses Review schreibe.
Pros/Cons der Polar Grit X2
| Pros | Contras |
| Angenehmes Tragegefühl | Geste zur Aktivierung des Displays funktioniert nicht immer verlässlich |
| Lange Akkulaufzeit (6 Tage) | Installation von Kartenmaterial mit Mac sehr hakelig |
| Viele integrierte Sportprogramme mit Anleitungen | Initiale Kopplung der Uhr mit dem Handy (iPhone) etwas hakelig |
| Subtile Warn- und Hinweistöne | Kein Austausch von Trainingsdaten mit Wahoo |
| Schnelles GPS | Mitunter sprunghafte und ungenaue Pulsmessung bei bewegungsintensiven Aktivitäten wie Laufen |
| Edelstahllünette verleiht der Uhr Wertigkeit | |
| Brillantes und sehr klares Display | |
| Topografisches Kartenmaterial | |
| online personalisierbare Laufprogramme und Saisonplaner |
Auswertungen/Metriken
Wer sich für Gesundheitsdaten interessiert, dem bietet die Polar Grit X2 ein Füllhorn. Die Wearables sind heutzutage nicht nur Schrittzähler oder Displayverlängerungen des Handys, sondern erfassen über ihre Sensorikeinheiten eine ganze Reihe von Gesundheitsdaten. Schlaf, Erholung, Trainingsbelastung, EKG, Sauerstoffaufnahme, Fitnesszustand, Kalorienverbrauch, Hauttemperatur sind nur einige der abrufbaren Daten. Um die Funktionen und ihre Auswertungen richtig einordnen zu können, sind sie alle auf der Polar-Website genauestens in ihrer Funktionsweise erläutert. Hier kann der/die geneigte Sportler/in viel Zeit investieren, um die Daten bestens zu verstehen und gezielt für den Trainingsfortschritt einzusetzen

Aber wie schon gesagt, muss man sich nicht in diesen Kaninchenbau begeben. Man kann die Polar Grit X2 auch ohne die Wissenschaft dahinter als Smartwatch und täglichen Trainingsratgeber verwenden. Allerdings steht zu vermuten, dass Sportler*innen, die gewillt sind fast 500 EUR für ihre Uhr auszugeben, auch am ganzen Programm interessiert sein werden. Andernfalls geht das mit Uhren von Huawei, Samsung u.a. auch günstiger.

Polar Grit X2 Fazit: Für wen ist die Outdoor-Uhr geeignet?
Die Grit X2 hat etwas von einem Allrounder. Sie verfügt über sehr viel Leistungsdiagnostik und Trainingsprogramme, was ernsthaft Trainierende ansprechen dürfte. Hier ist vor allem das Trainingstagebuch über Polar Flow hervorzuheben. Das kann man sowohl in der App oder noch komfortabler über einen Browser erreichen. Der Wermutstropfen bleibt hier die fehlende Integration der Trainings, die mit einem anderen Gerät aufgezeichnet wurden.
Übungen zur Berechnung von Schwellenwerten bei Gehen, Laufen und Radfahren sind für ambitionierte, leistungsfähige Sportler interessant. Auf der anderen Seite muss man dieses Dinge mit der Uhr nicht machen, sondern kann sie als ganz normalen Tracker für normal Trainierte oder Einsteiger benutzen. Zudem ist sie mit ihrem angenehmen Tragekomfort, der langen Akkulaufzeit und ihren Smartwatchfunktionalitäten ein guter Alltagsbegleiter für Jedermann/-frau.

Und mein persönliches Highlight ist, dass die Polar Grit X2 mich mit ihren Messungen und Aktivitätsprogrammen animiert hat, wieder regelmäßig etwas zu tun. Die Belohnung, wieder ein Tagesziel erreicht oder den Cardio Load Status verbessert zu haben, ist sehr motivierend. Mithilfe der Grit X2 wird aus einem Neujahrsvorsatz eine nachhaltige Entwicklungsgeschichte.



























