Insta360 Go Ultra

Insta360 GO Ultra Test: Eine Kamera für Rennradfahrer, die einfach funktioniert

Die Beine laufen, die Strecke passt, das Licht ist perfekt – und natürlich hast du genau dann keine Kamera dabei. Dabei wäre das eigentlich perfekter Rennrad-Content.

Bei einer Action-Cam bzw. POV-Cam ist mir eines besonders wichtig: einfach losfahren können. Kein stundenlanges Rumfummeln, kein Setup-Marathon – Kamera dran, einschalten, losfilmen!

Dank der kompakten Bauweise fällt die Insta360 GO Ultra kaum auf. Sie besteht aus zwei Teilen: der eigentlichen Kamera und dem Action Pod, der als Steuerung und Display dient.

Insta360 verspricht schnelle Aufnahmen ohne komplizierte Einstellungen. Auch bei der Nachbearbeitung soll es unkompliziert bleiben: Der integrierte KI-Assistent kann das Material automatisch analysieren und daraus fertige Clips erstellen.

Zusätzliche Funktionen und Reserven sind natürlich immer willkommen. Die Insta360 Go Ultra Filmt in bis zu 4k mit 60 FPS und in 2,7K mit bis zu 120 FPS. Entscheidend ist aber, was am Ende mit dem Filmmaterial passiert. Nach einer langen Runde sollten sich die besten Szenen schnell auswählen, unkompliziert schneiden und im besten Fall direkt bei Instagram teilen lassen. Wenn das Material später noch professioneller bearbeitet werden kann, umso besser. Aber ungenutztes Filmmaterial bringt am Ende niemandem etwas.

Einfach filmen. Einfach schneiden. Einfach posten.

Mini Kompaktkamera

Der Action Pod kann bequem im Trikot mitgenommen werden oder einfach zu Hause bleiben. Je nach Bedarf liefert der Action Pod zusätzliche Akkuleistung und ermöglicht weitere Einstellungen direkt an der Kamera. Wer darauf verzichten möchte, kann die Kamera auch komplett über das Smartphone steuern.

Mit Magnetanhänger, Easy Clip, Drehhalterung oder Action Mount gibt es viele Möglichkeiten für unterschiedliche Perspektiven. Einiges davon ist optionales Zubehör, aber auch mit dem Standardzubehör lassen sich bereits richtig interessante Aufnahmen umsetzen.

Der 1/1,28″-Sensor soll für detailreiche Bilder sorgen. Dazu kommen 4K mit 60 fps und das große MEGAVIEW-Sichtfeld. Die Stabilisierung mit Horizon Lock soll auch bei Vibrationen für ruhige und gerade Aufnahmen sorgen. Besonders interessant wird das bei schnellen Abfahrten, Gravel oder Mountainbike fahrten. Wie gut das Ganze tatsächlich funktioniert und was sich mit den verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten an Perspektiven herausholen lässt, zeigt der Praxistest.

Für Fahrten am frühen Morgen oder abends gibt es den PureVideo Modus. Außerdem kann eine KI die Highlights der Tour automatisch herausfiltern. Gerade für Rennrad- und Fahrrad-Content macht das die GO Ultra ziemlich unkompliziert.

Die folgenden Aufnahmen wurden mit der Insta360 GO Ultra gemacht bzw. als Screenshots direkt aus den Videoaufnahmen entnommen.

Insta360 Go Ultra oder DJI Nano

Wer sich auf die Suche nach einer kompakten Kamera für das Rennrad macht, stößt schnell auf zwei Modelle: die Insta360 GO Ultra und die DJI Nano. Beide Kameras gehören aktuell zu den beliebtesten Modellen in diesem Bereich.

Auf dem Papier ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In einigen Punkten können die technischen Daten überzeugen, dazu kommt der deutlich niedrigere Preis. Zunächst spricht also einiges für das günstigere Modell.

Technische EigenschaftInsta360 Go UltraDJI Nano
Gewicht Kamera52,9 g52 g
Gewicht ActionPod108,5 g72 g
Blendef/2,851/1,3″ CMOS
Max. Videoauflösung4K/60 fps4K/60 fps
Zeitlupe1080p/240 fps, 2,7K/120 fps4K/120 fps, 1080p/240 fps
Sichtfeld (FOV)Ultraweitwinkel (ca. 156°)143°
Dynamikumfang / FarbeActive HDR, I-Log13,5 Blendenstufen, D-Log M
BildstabilisierungFlowState + Horizon LockRockSteady 3.0 + HorizonBalancing
Laufzeit (Kamera solo)70 Minuten90 Minuten
Laufzeit (mit Dock)200 Minuten200 Minuten
Display am Dock2,5 Zoll1,96 Zoll
Wasserschutz (Kamera)10 m10 m
Wasserschutz (Dock)IPX4IPX4
SpeichertypmicroSD bis 2 TBInterner Speicher + microSD bis 1 TB
Besonderes FeatureKI-Workflow, FreeFrame-Video, magnetische BefestigungD-Log M, 4K/120 fps, DJI-Mic-Unterstützung

Doch die technischen Daten sind nicht alles. Viele der Unterschiede machen sich im Alltag kaum bemerkbar, gerade bei typischem Rennrad-Content. Die Insta360 GO Ultra hat ihre Stärken vor allem beim Handling. Das große Sichtfeld und die einfache Bedienung machen es leicht, aus einer Fahrt schnell brauchbare Aufnahmen zu bekommen. Über die App lassen sich die Clips unkompliziert schneiden, bearbeiten und direkt als Reel veröffentlichen.

Auch beim Fahren selbst bleibt die Kamera angenehm unauffällig. Sie ist klein, leicht und lässt sich mit der magnetischen Halterung flexibel am Trikot oder Fahrrad befestigen. Dadurch entstehen Perspektiven, für die man mit einer klassischen Kamera deutlich mehr Aufwand betreiben müsste.

Was die GO Ultra aus den Aufnahmen macht

Bei der Bildqualität liefert die Insta360 GO Ultra sowohl bei Fotos als auch bei Videos ein überzeugendes Ergebnis. Der 1/1,28″-Sensor sorgt für viele Details und eine gute Darstellung, gerade bei Tageslicht. Farben wirken natürlich und auch bei schnellen Bewegungen bleibt das Bild dank der Stabilisierung ruhig.

Bei Videos spielt die Kamera ihre Stärken besonders bei 4K mit 60 fps aus. Die Aufnahmen wirken flüssig und bieten genug Reserven für die spätere Bearbeitung. Auch einzelne Bilder lassen sich aus dem Videomaterial herausziehen, ohne dass sie direkt unbrauchbar wirken. Bei Fotos stehen zusätzlich Aufnahmen mit bis zu 50 Megapixeln zur Verfügung, wahlweise als JPG oder DNG. Damit gibt es auch für die spätere Bildbearbeitung noch ordentlich Spielraum.

Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen liefert die Go Ultra gute Ergebnisse. Auch der PurVideo Mode Lassen gute Bilder bei Nacht entstehen.

Die Insta360 Go auf dem Rennrad

Beim Fahren selbst zeigt sich für mich erst, was die GO Ultra wirklich interessant macht. Die Kamera kann einfach dort sitzen, wo gerade die passende Perspektive entsteht. Eine Aufnahme vom Fahrer, knapp über dem Lenker, seitlich am Rahmen oder mit Blick nach hinten – ohne jedes Mal eine große Halterung umbauen zu müssen.

Gerade beim Rennradfahren entstehen dadurch Aufnahmen, die mit einer normalen Kamera schnell umständlich werden. Während der Fahrt bleibt alles an seinem Platz und die Hände bleiben dort, wo sie hingehören: am Lenker.

Der eigentliche Reiz liegt also weniger darin, einfach nur eine weitere Kamera am Fahrrad zu haben. Es geht darum, während einer normalen Ausfahrt spontan verschiedene Perspektiven mitnehmen zu können, ohne dass das Filmen selbst zur Aufgabe wird.

Aufnahmemodi – Perfekt fürs Rennrad fahren

Die GO Ultra bietet neben der normalen Videoaufnahme einige weitere Modi. Die wiederum Interessante Video Sequenzen ermöglichen.

  • Video: bis 4K/60 fps
  • ActionView: speziell für First-Person-Sportaufnahmen wie Radfahren
  • FreeFrame: interessant, wenn später zwischen Hoch- und Querformat gewählt werden soll
  • PureVideo: für schlechte Lichtverhältnisse
  • Slow Motion: für schnelle Abfahrten, Kurven etc.
  • TimeShift: für bewegte Zeitraffer
  • Loop Recording: interessant für längere Fahrten
  • Pre-Recording: speichert bereits die 10–30 Sekunden vor dem Drücken des Auslösers – für spontane Situationen ziemlich interessant 
  • RAW Fotos für die optimale Nachbearbeitung der Fotos

Besonders praktisch sind die Möglichkeiten, eine Aufnahme zeitlich zu steuern. So lässt sich beispielsweise festlegen, wann und wie lange die Kamera filmen soll. Auch Intervallaufnahmen sind möglich, bei denen die Kamera automatisch in bestimmten Abständen kurze Clips aufnimmt.

Für längere Rennradtouren ist das ziemlich Smart. Die Kamera muss nicht ständig während der Fahrt bedient werden. Einmal eingestellt, kann sie automatisch aufnehmen und die Aufnahme nach der gewünschten Zeit wieder beenden. So läuft die Kamera nicht unnötig weiter und der Akku wird geschont. Gerade wenn die Kamera am Trikot oder an einer schwer erreichbaren Stelle befestigt ist, macht das einen echten Unterschied.

Dazu kommt die Voraufzeichnung. Hier kann die Kamera bereits einige Sekunden vor dem eigentlichen Auslösen aufnehmen. Wenn also spontan eine interessante Abfahrt oder ein guter Moment kommt, muss die Kamera nicht schon minutenlang vorher laufen.

Alles auf Autopilot – oder lieber selbst einstellen?

Bei den Einstellungen lässt die Insta360 GO Ultra einiges an Spielraum. ISO, Verschlusszeit, Weißabgleich, Belichtung und Schärfe können manuell angepasst werden. Fürs Rennradfahren ist die Automatik aber oft die angenehmere Lösung. Gerade wenn sich Sonne, Schatten und Lichtverhältnisse während der Fahrt ständig ändern, kann die Kamera die Belichtung selbst anpassen. Wer später mehr Kontrolle über das Bild möchte, kann jederzeit manuell eingreifen.

Auch bei der Auflösung gibt es verschiedene Möglichkeiten. 4K mit 60 fps liefert besonders flüssige und detailreiche Aufnahmen und ist für schnelle Fahrten eine gute Wahl. 2,7K mit 50 fps reicht für Rennrad-Content ebenfalls völlig aus und kann eine interessante Alternative sein, wenn nicht die maximale Auflösung benötigt wird. Eine niedrigere Auflösung und Bildrate kann sich dabei auch positiv auf die Akkulaufzeit auswirken. Für besondere Momente stehen außerdem 2,7K mit 120 fps und 1080p mit 240 fps für Zeitlupenaufnahmen zur Verfügung.

Neben den gewohnten Einstellungen aus dem Foto- und Videobereich bringt die Insta360 GO Ultra auch eine Reihe cleverer Presets mit. Darunter eigene Modi fürs Vloggen, Radfahren, Laufen und andere Outdoor-Aktivitäten. So lassen sich auf Anhieb passende Ergebnisse erzielen, ganz ohne dass man vorher Videografie studiert haben muss. Und wer trotzdem tiefer einsteigen will: Die Presets lassen sich natürlich auch individuell anpassen.

Damit lässt sich die Kamera ziemlich flexibel an den jeweiligen Einsatz anpassen – vom einfachen „Kamera an und los“ bis hin zu kontrollierteren Aufnahmen. Alle Einstellungen lassen sich bequem über den Action Pod oder die Smartphone-App vornehmen.

Hochformat oder Querformat

Die GO Ultra kann abhängig von der Ausrichtung automatisch zwischen Hoch- und Querformat wechseln. Einfach Camera in die gewünschte Position drehen und los Filmen. Das ganze ist dan im 16:9 oder 9:16 Format. Außerdem bietet FreeFrame Video die Möglichkeit, das Seitenverhältnis erst später in der App oder Studio festzulegen. Damit eignet sich die Go Ultra für YouTube aber auch für Instgarmm und Tiktok Inhalte.

Statistik und Dashboard

Jetzt wird’s richtig spannend: Zusätzlich lässt sich die GO Ultra mit einer Reihe von Apps verbinden – etwa Apple Health und, besonders für Rennradfahrer interessant, Strava.

So können unter anderem GPS-Daten direkt aus der Fahrt erfasst werden. Zusätzlich liefert die Kamera selbst weitere Infos wie zum Beispiel den Neigungswinkel. All das lässt sich später per App zusammenführen – so lassen sich Videoinhalte vom Fahrrad direkt mit Geschwindigkeit, Strecke, Höhenmetern und Herzfrequenz kombinieren. Voraussetzung dafür: eine stehende GPS-Verbindung und eine aktive Verbindung zwischen Kamera und Smartphone. Dann steht der späteren Nachbearbeitung nichts mehr im Wege.

Hands-free: Sprach- und Gestensteuerung

GestensteuerungHands-free: Sprach- und Gestensteuerung

Die GO Ultra lässt sich auch per Handgeste bedienen. Dafür wird die Funktion zunächst über das Schnellmenü der Kamera aktiviert. Danach erkennt die Kamera zwei einfache Gesten: Eine offene Handfläche startet beziehungsweise beendet eine Videoaufnahme. Das Victory-Zeichen  löst dagegen ein Foto mit 3 Sekunden Selbstauslöser aus. Gerade wenn die Kamera irgendwo befestigt ist und nicht direkt erreichbar ist, ist das eine ziemlich praktische Möglichkeit, eine Aufnahme zu starten oder zu stoppen, ohne erst an die Kamera oder den Action Pod zu müssen.

KI-Assistent statt klassischer Sprachsteuerung

Noch etwas spannender ist der KI-Assistent der GO Ultra. Das ist mehr als eine normale Sprachsteuerung, bei der nur ein paar feste Befehle funktionieren. Über „Hey Kira“ lassen sich zum Beispiel Fotos und Videos starten, aber auch Fragen stellen. Die GO Ultra kann dabei auf einen KI-Assistenten zugreifen, der unter anderem Echtzeitübersetzungen, Fragen zur Umgebung und Bildanalysen ermöglicht. 

Besonders praktisch ist die Übersetzungsfunktion, die Gespräche in mehreren Sprachen in Echtzeit übersetzen kann. Dazu kommt „Ask with Photo“: Die Kamera analysiert aufgenommene Bilder und beantwortet Fragen dazu – auch zum Wetter oder zur Umgebung. Besonders beeindruckend wird es bei konkreten Aufgaben: Auf Befehl kann sich beispielsweise zur nächsten Bushaltestelle navigieren lassen.

Im Alltag sind das momentan sicher noch Funktionen, die eher nach Spielerei als nach einem echten Kaufgrund klingen. Trotzdem hat das Ganze Potenzial. Gerade auf Reisen könnte die GO Ultra damit irgendwann deutlich mehr sein als nur eine kleine Kamera.

Nachbearbeitung von Videos

Die Software der Insta360 GO Ultra ist fast genauso interessant wie die Kamera selbst. Was bringt gutes Material, wenn ich danach erst ewig am Rechner sitzen muss?

Insta360 bietet dafür die Insta360 App für Smartphone und Tablet sowie Insta360 Studio für Mac und Windows. Für meinen Test habe ich hauptsächlich die App genutzt.

Die App macht den schnellen Weg zum fertigen Reel ziemlich einfach. Das Material lässt sich per WLAN direkt von der Kamera aufs Smartphone übertragen und dort bearbeiten. Wer möchte, kann die KI-Bearbeitung nutzen und aus den Aufnahmen automatisch einen fertigen Clip erstellen lassen. Die App sucht passende Szenen heraus, kombiniert sie mit Musik und erstellt daraus einen ersten Schnitt. Anschließend kann man noch selbst Clips anpassen, kürzen oder Effekte und Musik hinzufügen.

Das funktioniert erstaunlich unkompliziert. Natürlich ist der automatische Schnitt nicht immer perfekt und manchmal würde ich einzelne Szenen anders auswählen. Aber darum geht es für mich auch nicht. Nach einer langen Rennradrunde schnell ein paar Clips auswählen, automatisch schneiden lassen, kurz anpassen und anschließend direkt bei Instagram posten – genau dafür funktioniert die App richtig gut!

Wer mehr Kontrolle möchte, kann das Material natürlich auch komplett selbst bearbeiten. Zusätzlich gibt es verschiedene Vorlagen, Effekte, Musik und Tutorials. Auch eine kleine Community ist direkt in der App integriert, in der man sich andere Aufnahmen anschauen und Inspiration für neue Perspektiven holen kann.

Für die Bearbeitung am Rechner gibt es Insta360 Studio. Die Software ist übersichtlich aufgebaut und eignet sich vor allem dafür, das Material am großen Bildschirm zu sichten, zu bearbeiten und für weitere Programme vorzubereiten. Wer anschließend mit DaVinci Resolve, Premiere Pro oder CapCut arbeiten möchte, kann das Material entsprechend exportieren und dort weitermachen.

Mein Fazit: Für schnellen Rennrad-Content würde ich ganz klar zur Smartphone-App greifen. Kamera verbinden, Material auswählen, schneiden lassen, kurz nacharbeiten und fertig. Weniger Zeit mit Schneiden verbringen und schneller wieder beim eigentlichen Radfahren sein.

jetzt wird es hier etwas Camera nerdig… Filme ich in I-Log für 10 Bit aufnahmen, muss als Firmware heruntergeladen werden, kann ich Aufnahmen für die Nachbearbeitung in Cinematic style aufnehmen. Hier wird es Natürlich schon mehr als der Übliche Content. das geht deutlich darüber hinaus. aber auch hier lassen sich mit der Insta360 Go Ultra sehr gute Ergebnisse erzielen.

je weiter man in die Materie Einstiegt ums so besser oder Brauchbarer die Ergebnisse. Je nach Situationen könnten so auch Aktion zehnen mit der Insta360 Go Ultra gedreht werden und mit Vollformat Kamera zehnen zusammen geschnitten werden ohne das dies extrem auffällt. Vollprofis würden vermutlich zu einem anderen gerät greifen, oder hätten deutlich schneller richtig gute Ergebnisse, aber wer möchte kann sich hier voll und ganz austoben und

Modelle und Bundle´s und Zubehör

Die Insta360 GO Ultra gibt es in Nacht Schwarz und Polarweiß. Dazu kommt die Tadej-Pogačar-Edition für alle, die es etwas spezieller mögen.

Bei den Bundles ist die Auswahl deutlich größer. Vom Standard-Bundle über das Snap & Shoot- und Vlog-Bundle bis hin zu speziellen Varianten für Radsport, Lauf- oder Action-Aufnahmen ist einiges dabei. Besonders interessant für Rennradfahrer sind die Aero-Radsport-Bundles. Hier gehören je nach Variante unter anderem eine Rennrad-Helmhalterung, Brustgurt, Flexi-Winkel-Halterung oder Action-Halterung dazu.

Beim Kauf kann außerdem zwischen einer Version ohne microSD-Karte und mit 128 GB Speicherkarte gewählt werden. Die GO Ultra selbst besitzt keinen internen Speicher, eine microSD-Karte wird also benötigt.

Wer sich sein Setup lieber selbst zusammenstellen möchte, kann auf der Insta360-Seite auch einzelne Zubehörteile auswählen. Dazu kommen verschiedene Halterungen, Clips, Schutzhüllen und weiteres Zubehör. So lässt sich die GO Ultra ziemlich genau auf den eigenen Einsatzbereich anpassen – und gerade beim Fahrradfahren gibt es dadurch jede Menge Möglichkeiten für unterschiedliche Perspektiven.

Meine Erfahrung im Insta360 Go Test


Die Insta360 GO Ultra macht vieles richtig, was beim Filmen unterwegs wichtig ist. Die Bedienung ist unkompliziert, Kamera und Action Pod verbinden sich schnell und auch die Übertragung aufs Smartphone funktioniert problemlos. Kamera einschalten, losfilmen und später das Material direkt in der App bearbeiten – genau so sollte es sein.

Besonders gut gefällt mir, wie einfach sich aus dem Material schnell Content erstellen lässt. Die automatischen Funktionen und der KI-Assistent nehmen viel Arbeit ab, gleichzeitig bleiben genügend Möglichkeiten für diejenigen, die ihre Videos lieber selbst schneiden und bearbeiten möchten. Wer noch mehr aus dem Material herausholen will, kann anschließend am PC mit professioneller Software weiterarbeiten.

Eine klare Schwäche zeigt sich allerdings beim Akku. Laut Insta360 sind unter Laborbedingungen bis zu 60 Minuten in 4K30 im Ausdauermodus möglich. Im Praxistest auf dem Rennrad waren davon deutlich weniger übrig: Bei meinen Fahrten war nach rund 20 Minuten Schluss. Bei höheren Einstellungen fiel die Laufzeit noch kürzer aus. Das ist gerade dann ärgerlich, wenn die Kamera einfach mitlaufen soll und man nicht damit rechnet, dass sie plötzlich abschaltet.

Damit wird auch klar: Für längere Ausfahrten sollte der Action Pod besser mit dabei sein. Die Kamera selbst kann zwar komplett ohne ihn genutzt werden, zum Nachladen unterwegs ist er aber praktisch. Wer die GO Ultra kauft, sollte außerdem bedenken, dass keine interne Speicherkapazität vorhanden ist. Eine passende microSD-Karte ist Pflicht. Insta360 empfiehlt dafür UHS-I-Karten mit V30 oder höher.

Trotz dieser Punkte bleibt die GO Ultra für mich eine sehr interessante Kamera. Sie ist klein, schnell einsatzbereit und macht es ungewöhnlich einfach, gutes Material aufzunehmen und daraus ohne großen Aufwand fertigen Content zu machen. Gleichzeitig gibt es genug Möglichkeiten, tiefer einzusteigen und die Aufnahmen später professioneller zu bearbeiten.

Für mich ist genau diese Mischung der größte Pluspunkt: Die Kamera ist einfach genug für den schnellen Clip zwischendurch, bietet aber gleichzeitig genügend Reserven, wenn man sich intensiver damit beschäftigen möchte.

Lohnt sich der Kauf?

Wer auf der Suche nach einer Kamera fürs Rennrad ist, macht mit der Insta360 GO Ultra vieles richtig. Auch wer bereits eine Actioncam oder 360°-Kamera besitzt, bekommt damit eine starke Ergänzung. Durch die kleine Bauweise und die vielen Befestigungsmöglichkeiten entstehen Perspektiven, die mit einer größeren Kamera deutlich schwieriger umzusetzen sind.

Wer dagegen hauptsächlich komplette YouTube-Videos produzieren möchte, wird mit der GO Ultra irgendwann an Grenzen stoßen. Für diesen Einsatz sind größere Kameras wie die Insta360 Ace oder die Insta360 X5 die bessere Wahl.

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