Suunto Race 2: Ein erster Eindruck nach zwei Wochen im Test

Vor kurzem hatte ich das Vergnügen, die Suunto Race 2 für knapp zwei Wochen auf Herz und Nieren zu testen. Ein schöner Zeitraum, um die Uhr intensiv auszuprobieren – und dennoch war mir klar, dass ich sicherlich nicht alle Funktionen und „Hintertürchen“ dieser Smartwatch komplett ausloten würde. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann die Möglichkeit für einen längeren Suunto Race 2 Test.

Suunto Race 2 Test

Verpackung und Erster Eindruck

Schon beim Auspacken war ich positiv überrascht: Die Verpackung selbst ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was da noch kommt – eine Uhr, die sich nicht nur durch ihre Funktionen, sondern auch durch ihr schlichtes und elegantes Design auszeichnet. Das erste, was mich empfing, war die Uhr, die wirklich edel wirkt, ohne aufdringlich zu sein. Die minimalistische Gestaltung gefällt mir, sie wirkt aufgeräumt und einfach hochwertig.

Etwas weiter unten in der Box fanden sich dann Ladekabel und Handbücher. Die Armbänder sind einfach und leicht zu montieren, was ein weiterer Pluspunkt ist. Zwar etwas filigraner als bei meiner Garmin, aber das gefällt mir. Auch die Haptik des Armbands ist top.

Erster Kontakt: Laden und Kopplung

Der erste Schritt: die Uhr aufladen. Das magnetische Ladekabel klickt wunderbar ein, und die Uhr liegt flach auf – kein Wackeln, keine Kippgefahr wie bei meiner Garmin. Außerdem gibt es hier keine Ladekontaktlöcher, die womöglich mit der Zeit verschmutzen könnten – sehr durchdacht! 

Suunto verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 55 Stunden bei Aktivitätsaufzeichnung, was für längere Touren ohne ständiges Nachladen spricht. Und tatsächlich, nach etwa zwei Wochen Nutzung ohne ständiges Aufladen war der Akku immer noch nicht leer – eine Leistung, die mich echt beeindruckt hat.

Die Kopplung mit meinem Handy war ebenfalls unkompliziert. Nach wenigen Minuten war die Uhr über die Suunto App verbunden, und das Dashboard begrüßte mich mit vertrauten Funktionen: Schlaf, Herzfrequenz, Stresslevel, Schritte und Aktivitätsminuten. Die Darstellung unterscheidet sich von Garmin, aber ist dennoch übersichtlich. Zugegeben, für jemanden, der lange Zeit nur mit Garmin hantiert hat, war es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Aber das ist sicher nur eine Frage der Zeit und der persönlichen Anpassung.

Bedienung und Sportmodi

Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwas verwirrt war. Das Navigieren zwischen den Menüs fühlte sich nicht immer so intuitiv an, und ab und zu musste ich lange nach der gewünschten Funktion suchen. Ich bin sicher, dass ich mich irgendwann daran gewöhnen werde, aber anfangs war es etwas irritierend.

Was mich jedoch sofort beeindruckt hat, sind die zahlreichen Sportmodi, die die Uhr mitbringt – von Mermaid-ing bis hin zu den klassischen Modi für Radfahren, Laufen oder Wandern. Die Vielzahl an Optionen ist schon fast überwältigend und bietet für wirklich jede Sportart eine passende Auswahl.

Die Uhr reagiert extrem flüssig, egal ob man die Touchscreen-Funktion nutzt oder die seitlichen Knöpfe drückt. Das macht die Bedienung wirklich angenehm, fast schon spielerisch. Auch das Display überzeugt mich auf ganzer Linie: Es ist klar, scharf und bei allen Lichtverhältnissen sehr gut ablesbar.

Größe und Tragekomfort

Ich hatte anfangs leichte Bedenken wegen der Größe der Uhr. Ich trage normalerweise S-Modelle, da sie für mein Handgelenk einfach angenehmer sitzen. Die Suunto Race 2 ist im Vergleich etwas größer, aber durch ihre flache Bauweise hat sie mich dennoch nicht abgeschreckt. Ich hatte das Gefühl, dass sie trotz der Größe ganz gut sitzt und nicht übermäßig unangenehm auf dem Handgelenk drückt.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich beim Radeln etwas genervt war. Ich neigte dazu, beim leichten Knicken des Handgelenks versehentlich auf die Tasten zu drücken. Für Menschen mit größeren Handgelenken könnte die Uhr jedoch wesentlich bequemer sein.

Die Herzfrequenzmessung: Ein Problem?

Leider hatte ich von Anfang an ein Problem mit der Herzfrequenzmessung. Obwohl ich die 24/7-Herzfrequenzmessung aktiviert hatte, schaltete sich der Sensor immer wieder ab. Kein grünes Licht, keine Messung. Beim ersten Blick dachte ich mir, das ist wahrscheinlich ein Defekt, aber nach einigem Recherchieren stieß ich auf ähnliche Berichte von anderen Suunto Race 2-Nutzern. Doch keiner hatte das gleiche Problem wie ich.

Nach einigem Hin und Her – Reinigung, Neustart, Zurücksetzen auf Werkseinstellungen und auch ein Tag in der Schublade liegen lassen – kam ich auf die Idee, die die Suunto Race 2 einfach am anderen Handgelenk zu tragen. Und siehe da: Auf meinem rechten Handgelenk, das nicht tätowiert ist, funktionierte die Messung fast einwandfrei! Ein bisschen schade, dass die Uhr nicht mit der tätowierten Haut auf meinem bevorzugten Handgelenk zurechtkam, aber das ist ein kleiner Wermutstropfen.

Leider brach die Herzfrequenzmessung bei meinen Trainings zwischenzeitlich immer wieder ab, so dass ich keine saubere Messung erhielt. Schade, da ich wirklich gern nach Herzfrequenz trainiere. Hier ist es wohl wirklich ratsam mit einem Brustgurt zu trainieren.

Ein weiteres Feature, das mich begeistert hat, war die Navigation. Während meiner Wandertour mit meiner Hündin Peppa wollte ich die Navigation der Suunto Race 2 testen. Also habe ich eine Karte meines Gebiets heruntergeladen – und das war leider ein kleiner Geduldsfaktor. Der Download dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Zeit für eine Kaffeepause!

Doch als die Karte dann endlich auf die Uhr geladen war, war ich richtig beeindruckt. Das Display macht das Navigieren auf dem Bildschirm richtig angenehm. Alle Informationen sind klar und übersichtlich, die Schrift ist groß genug, und selbst im Dunkeln lässt sich alles gut ablesen, ohne dass es blendet. Genau so stelle ich mir eine GPS-Navigation vor, die man wirklich auf den Touren nutzen kann.

Ob bei Wanderungen, Radfahrten oder Lauftraining – die Suunto Race 2 bietet die gewohnte Garmin-ähnliche Navigation, und ich finde, die Uhr hat hier definitiv ihre Stärken. Das Display und die Navigtion haben mich überzeugt.

Eine schnelle Lösung von Suunto-Kundensupport

Auch wenn es zu Beginn ein paar technische Schwierigkeiten gab, muss ich sagen, dass der Kundensupport von Suunto mich positiv überrascht hat. Als ich mit der Herzfrequenzmessung auf dem Kriegsfuß war, entschied ich mich, den Chat-Support von Suunto zu testen. Ich war skeptisch, da ich nicht viel von KI-generierten Antworten halte, aber der Chat schien tatsächlich von einem echten Menschen geführt zu werden.

Nach einem kurzen Gespräch und der Bestätigung, dass ich alle gängigen Lösungen ausprobiert hatte: Reinigung, Neustart, Zurücksetzen, kam der Support-Mitarbeiter zu dem Schluss, dass mein Gerät möglicherweise einen Defekt hatte. Er empfahl mir, die Uhr zurückzuschicken und ein neues Gerät anzufordern.

Das war aber nicht nötig. Nach einigem Ausprobieren fand ich heraus, dass das Tragen der Uhr am anderen Handgelenk das Problem löste. Das war eine einfache, aber effektive Lösung, die mich ein Stück weit versöhnlicher stimmte. Der Suunto-Support war hilfreich und schnell, und das hat mir einen positiven Eindruck hinterlassen.

Suunto Race 2 Test: Ein solider Begleiter für Sport und Alltag

Die Suunto Race 2 hat mich in einigen Hinsicht wirklich begeistert. Besonders das flüssige Handling und das brillante Display sind herausragend. Auch die Akkulaufzeit ist für meine Zwecke mehr als ausreichend, und die Sportmodi sind fast schon überwältigend in ihrer Vielfalt.

Die Größe ist anfangs gewöhnungsbedürftig, aber ich kann mir vorstellen, dass sie für größere Handgelenke angenehm zu tragen ist. Die Probleme mit der Herzfrequenzmessung waren ärgerlich, haben sich jedoch durch das einfache Umtragen der Uhr lösen lassen.

Für mich persönlich würde ich auf das S-Modell zurückgreifen (wenn es denn auf den Markt kommt). Aber insgesamt ist die Uhr ein sehr solider Begleiter für alle, die eine zuverlässige, funktionsreiche Smartwatch suchen. Die Navigation und das Handling sind definitiv ihre Stärken. Ich werde sie auf jeden Fall weiter im Auge behalten und vielleicht auch mal eine längere Testphase anstreben, um wirklich alles einmal zu testen.

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