Das Giant Propel (engl. Antrieb) ist eines der steifsten Aerobikes auf dem Markt. Jetzt kommt Giant mit der neuen Version und die wiegt insgesamt 355 Gramm weniger.
Inhalt
Leichter, effizienter und aerodynamisch optimiert
Giant hat die nächste Generation seiner Aero-Rennradreihe Propel vorgestellt. Die Modelle wurden umfassend überarbeitet und sollen laut Hersteller vor allem bei Aerodynamik, Systemeffizienz und Fahrstabilität Fortschritte erzielen. Grundlage der Entwicklung ist ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem Rahmen, Cockpit, Laufräder, Reifen und Fahrer als Gesamtsystem betrachtet werden.

Entwicklungsansatz und Testmethoden
Für die neue Propel-Reihe wurde ein dynamischer Windkanal-Testdummy mit beweglichen Beinen entwickelt, der die realen Strömungsverhältnisse eines fahrenden Radsportlers genauer abbilden soll. Ergänzend kamen CFD-Simulationen, Windkanaltests und Praxiserfahrungen aus dem UCI‑WorldTour-Team Jayco AlUla zum Einsatz.
Die Kombination dieser Methoden führte zu einer deutlichen Gewichtsreduktion: Allein der Rahmen des Topmodells Propel Advanced SL ist 45 Gramm leichter als zuvor. Durch weitere Optimierungen, darunter ein neues einteiliges Aero-Cockpit, Cadex Max 50 Laufräder und überarbeitete Komponenten, ergibt sich laut Giant eine Gesamtersparnis von 355 Gramm gegenüber der Vorgängergeneration.

Steifigkeit und Systemeffizienz
Neben dem Gewicht standen Steifigkeit und Energieübertragung im Fokus. Der Rahmen des Propel Advanced SL weist eine um 3,4 % höhere Torsionssteifigkeit und eine um 2,4 % gesteigerte Pedalsteifigkeit auf. Zusammengenommen spricht Giant von einem um 5,7 % verbessertes Steifigkeits‑Gewichts‑Verhältnis.
Auch die Systemeffizienz wurde überarbeitet. Das Zusammenspiel aus Rahmen, Cockpit und Laufrädern soll eine um 14,8 % höhere Handling‑Effizienz und eine um 14,2 % gesteigerte Pedal‑Effizienz ermöglichen. Diese Werte beziehen sich auf Situationen mit maximaler Belastung wie Sprints, Attacken oder steile Anstiege.

Aerodynamische Optimierungen
Die Aerodynamik wurde, wen überrascht es, an mehreren Punkten überarbeitet. Das OverDrive‑Aero‑Steuerrohr kombiniert eine schlanke Form mit einem D‑förmigen Gabelschaft, wodurch Kabel vollständig intern geführt werden können. Das neue Aero‑Cockpit besitzt eine flache Rückseite und schmalere Oberlenker, um die Stirnfläche des Fahrers zu reduzieren.
Die Laufräder der Propel‑Modelle setzen auf die 50 mm hookless Carbonfelgen, die laut Giant über einen breiten Bereich von Seitenwindwinkeln stabil bleiben sollen. Neue Cadex Aero‑Reifen und Giant Course‑Reifen sind so gestaltet, dass sie den Übergang zwischen Reifen und Felge glätten und damit den Luftwiderstand weiter reduzieren.

Verbesserte Fahrkomfort‑Eigenschaften
Ein Schwerpunkt der neuen Generation ist die Erhöhung der vertikalen Nachgiebigkeit. Die integrierte Vector‑Sattelstütze des Propel Advanced SL bietet 25 % mehr Flex als zuvor. Auch Gabel und Cockpit wurden überarbeitet und sollen 12,8 % mehr Dämpfung bieten. Die Reifenfreiheit wurde auf bis zu 32 mm erweitert, was zusätzliche Komfortreserven ermöglicht. Am Hinterbau sorgen ein neu gestaltetes Sitzrohr, Sitzstreben und die Sattelstütze für bis zu 25 % mehr vertikale Nachgiebigkeit. Ziel ist es, die Ermüdung auf langen Strecken zu verringern.

Ausstattung und technische Spezifikationen
Wie gewohnt gibt es das Propel in mehreren Varianten mit Shimano Dura Ace Di2, Sram Red, Ultegra, Sram Rival und Shimano 105. Das Topmodell mit Sram Red kostet 11.999 Euro, Dura Ace Di2 gibts für 7.999 Euro. Für das günstigste Propel Advanced 2 mit 11fach 105er müssen 2.999 Euro auf den Tresen gelegt werden.

Das Propel Aero wird zum Allrounder
Mit der neuen Propel‑Generation verfolgt Giant wieder einen klaren Fokus auf Systemoptimierung statt isolierter Einzelkomponenten. Die Kombination aus Aerodynamik, Steifigkeit, Gewicht und Komfort zeigt, dass moderne Aero‑Rennräder zunehmend Allround‑Eigenschaften erhalten sollen – nicht nur für Sprints, sondern auch alle Rennsituationen.


Verfügbarkeit
Das brandneue Giant Propel ist ab sofort im Handel verfügbar, zum Beispiel bei Wiegetritt in Lilienthal (Link).















