Abus präsentierte 2025 auf der Eurobike den Taipan. Ein Helm für die Schotterpistenfahrer. Was macht ihn aus? Der Frage sind wir in unserem Test des Abus Taipan nachgegangen und haben auch noch ein Hammer Winterzubehör für kleines Geld mit am Start.
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Taipan, der Gravelhelm
Er kommt in einem eher unaffälligem, braunem Karton. Ganz nett ist die Aufschrift „partner of savemybrain“, das erinnert einen daran, worum bei einem Fahrradhelm geht.




Aber der Abus Taipan hat darüber hinaus natürlich noch ein paar Eigenschaften, die ihn besonders machen, denn der Preis ist mit 229,95 EUR auch ein bisschen besonders. Klar, er ist weiß, sieht windschnittig aus und ist von Abus, die für sichere Produkte bekannt sind und er ist „made in Italy“. Er ist zudem auch ganz explizit ein Helm für Gravelfahrten.
Die Besonderheiten eines Gravelhelms
Gravelfahrer sitzen oft stundenlang im Sattel und sie fahren über Schotterpisten und durch Wälder und über Felder, werden also ordentlich durchgeschüttelt. Hier verspricht Abus, dass das „All Day Padding“ des Taipan gerade auf solche Begebenheiten Rücksicht nimmt und besonders gut dämpft ist. Und es stimmt tatsächlich: beim Aufsetzen fällt mir sofort auf, wie angenehm der Helm auf dem Kopf sitzt. Mit der typischen Höhen- und Weitenverstellung am Hinterkopf passe ich ihn so an, dass er meinen Kopf gut und ohne zu wackeln umschließt und dennoch fühlt er sich weich und angenehm an.

Abus nennt es Acti-Cage und meint damit, dass sie besonder große Lüftungsöffnungen möglich gemacht haben, was ich beim Fahren auch sofort bemerken werde: er ist wirklich sehr gut durchlüftet. Durch die Öffnungen kommt ordentlich Luft an den Kopf. Für warme Sommertage ein klarer Vorteil. Und dann ist da noch die fantastische LED-Leiste.

Das Wintergimmick
Ich habe die Helm-Version „LED“. Ohne LED kostet der Helm UPV 199,95 EUR, mit der LED-Leiste UVP 229,95 EUR. Und das ist wahrlich ein lohnenswertes Upgrade dieses Helms. Ich würde fast soweit gehen und sagen, dass das der USP (Unique Selling Point) des Helms ist. Denn man bekommt für die 30 EUR Aufpreis ein raffiniert integriertes Rücklicht, das in Kopfhöhe weithin sichtbar und wiederaufladbar ist.

Die LED-Leiste ist abnehmbar: sie rastet auf der einen Seite ein und ist ansonsten magnetisch gesichert. Beim korrekten Einsetzen macht es ein höhr- und fühlbares „Klack“ (da am Kopf), sodass man das Licht auch während der Fahrt abnehmen und wiedersetzen kann, falls man nachschauen möchte, in welchem Modus es sich sich befindet. Allerdings funktioniert das Rausnehmen mit Langfingerhandschuhen nicht mehr dafür ist die Kante zum rausheben zu klein.




Und ich kann gar nicht genug betonen, wie genial Abus dieses Licht und die Befestigung gelöst hat. Die Abnehmbarkeit und das Wiedereinsetzen während man den Helm auf dem Kopf hat kenne ich von keinem anderen Helm. Üblicherweise muss man vor dem Aufsezten des Helms das Licht aktivieren, um sicher zu gehen, dass es an ist bzw. in welchem Modus es sich befindet. Das ist nachteilhaft, wenn man in die Dämmerung hineinfährt und es während der Fahrt einschalten möchte, ohne dabei anhalten zu müssen. Der Ein-/Ausschaltknopf ist zwar klein, hat aber einen gut fühlbaren Druckpunkt.

Die Wiederaufladung des 200 mAh Lipos per USB-C dauert 60 min und das Licht hält damit bis zu 35 h durch. Es gibt 4 Modi:

Die LED-Varianate des Abus Taipan ist für mich damit nicht nur für Langdistanz- oder Nachtgravelrides ein Sicherheitselement oder Backup-System, sondern auch im Winter beim Pendeln zur Arbeit. Respekt, Abus, für diese durchdachte Konstruktion, die den Aufpreis von 30 EUR alle mal wert ist. Falls jemand den Taipan ohne das Licht erworben hat, kein Problem: man kann es auch einzeln nachkaufen, UVP 34,95 EUR.
Der Abus Taipan beim Fahren
Dass er angehm auf dem Kopf sitzt und gut belüftet ist, wurde bereits erwähnt. Im Praxistest fällt noch eine weitere positive Eingenschaft des Abus Helms auf: das Gurtsystem. Es mag Zufall sein, aber bei mir passt alles auf Anhieb. Ich muss die Gurte nicht anpassen. Sie schmiegen sich eng an die Schläfen und hinter die Ohren, ohne im geringsten zu drücken oder zu scheuern. Der Kinnriemen ist mit einem einzigen Handgriff anpassbar (falls mal mit Mütze gefahren wird). Ich kenne das gute Gurtsystem bereits von meinem Abus Gamechanger (V1). Auch das bekommt Abus also mit Bravour hin.


Der Taipan LED ist in Größe M mit 305 g angegeben, meine Waage zeigt 304. 20 g davon gehen auf das Licht.

Mit 284 g ist der Taipan 21 g schwerer als mein GameChanger V1 in Größe M aus dem gleichen Hause. Aber der Taipan tritt ja auch nicht an, um ein Rennradhelm zu sein, obwohl seine Gene aus diesem Segment kommen. Ein noch viel leichteren Helm hat neulich mein Kollege hier vorgestellt: der Uvex Surge Aero wiegt inklusive seinem Aero-Einsatz nur 247 g.
Meine Brillen passen perfekt in die Lüftungsschlitze. Allerdings hat die PPEEQQ Model III die Tendenz herauszurutschen, wenn ich mich nach vorne beuge.

Fazit – Abus Taipan, mein neuer Lieblingshelm
Wenn ich ehrlich bin, war ich anfangs skeptisch. Aber der Taipan hat es mir wirklich angetan. Das liegt an dem super angenehmen Tragekomfort (wirklich um einiges besser als der Gamechanger V1, der aber auch nicht unangenehem auf dem Kopf sitzt) und dem perfekten Gurtsystem. Und ein richtig nices Feature ist das Rücklicht, das sich so gut in das Desing einfügt und ein so sinnvolles Gimmick darstellt. Außerdem ist mein Tapian weiß, das bringt ja angeblich 5 Watt ;-)) Wer nicht auf weiß steht, kann sich auf der Homepage die Abus Taipan Farbvarianten anschauen.














