Die Uvex Pace Stage CV verspricht mit ihrer Colorvision-Scheibe brillante Kontraste und dank Supravision eine beschlagfreie Sicht. Ich habe die Fahrradbrille in white matt auf verschiedenen langen Runden mit dem Rennrad getestet, bei strahlender Sonne und bei schattigem, trübem Wetter. Ob die dunkle Scheibe auch dann überzeugt, wenn die Sonne fehlt, liest du in meinem Test.
Inhalt
Die Uvex Pace Stage CV im Überblick
Die Uvex Pace Stage CV (Link zur Brille) kostet 139,95 € UVP. Das getestete Modell kommt in einer Einheitsgröße. Für schmale Gesichter bietet Uvex die kleinere Pace Stage s CV an. Mein Testmodell hat einen weiß-matten Rahmen und eine grau verspiegelte Scheibe der Filterkategorie 3 mit 10 % Lichtdurchlässigkeit, ist also für sonnige Tage ausgelegt. In der Scheibe stecken zwei Technologien: Uvex colorvision soll Kontraste steigern und Farben klarer wirken lassen, und die Supravision-Beschichtung soll laut Hersteller doppelt so lange gegen Beschlagen schützen, wie es die Norm verlangt. Dazu kommen 100 % UV-Schutz, eine leicht zu reinigende Oberfläche und verstellbare Soft-Nasenpads. Auf die Waage bringt die Fahrradbrille selbstgewogen rund 31 Gramm. Wer öfter bei trübem Wetter unterwegs ist, kann Wechselscheiben nachkaufen, zum Beispiel in Kategorie 2.

Passform und Tragekomfort der Uvex Pace Stage CV
Der Sitz der Uvex Pace Stage CV hat mich überzeugt. Die Brille liegt stabil auf, ohne zu drücken, und auch auf der längeren Runde gab es keine Druckstellen. Das beste Zeichen dafür: Schon nach kurzer Zeit habe ich gar nicht mehr gemerkt, dass ich eine Brille trage.
Nach den ersten Kilometern hatte ich vergessen, dass ich überhaupt eine Brille aufhabe.

Ich habe eine breite Nase und oft sind dadurch die Nasenpads der Knackpunkt einer Sportbrille. Hier waren sie nicht hinderlich, im Gegenteil: Die Soft-Nasenpads ließen sich einfach einstellen und passten sich gut an und sind so auch für breite Nasen geeignet.
Auch die Kombination mit dem Helm funktioniert. Zusammen mit dem Test Uvex Surge Aero MIPS kommen sich Brillenbügel und Helm nicht in die Quere, und in der Brillengarage des Helms sitzt die Brille sicher, wenn man sie zwischendurch absetzt. Wer also beides von uvex fährt, bekommt ein gut aufeinander abgestimmtes Paar. Hier gehts zu meinem Test des Uvex Surge Aero MIPS. Test Uvex Surge Aero MIPS
Sicht und Scheibe auf der Straße
Bei der Scheibe spielt die Uvex Pace Stage CV ihre größte Stärke aus. Das „CV“ im Namen steht für Colorvision, die Kontrasttechnologie von Uvex. Vereinfacht gesagt filtert die Scheibe gezielt bestimmte Anteile des Lichts heraus, sodass Farben kräftiger und Kontraste schärfer wirken. Laut Uvex soll das außerdem die Tiefenwahrnehmung verbessern. Auf der Straße merkt man den Unterschied deutlich: Die Umgebung wirkt klarer und gerade auf dem Rennrad, wo man Unebenheiten früh erkennen will, ist das ein echter Vorteil.
Auch der Wechsel von Licht und Schatten, etwa wenn man in ein kleines Waldstück oder eine Allee hineinfährt, macht keine Probleme. Die Augen gewöhnen sich schnell an die neuen Verhältnisse, und negative Auswirkungen auf die Sicht habe ich nicht festgestellt.
Bei Bewölkung kam ich mit der Scheibe ebenfalls gut zurecht. An ihre Grenzen kommt die Kategorie 3 erst, wenn es richtig dunkel wird: Wer im Herbst spät abends unterwegs ist und in die Dämmerung hineinfährt, sieht durch die dunkle Scheibe irgendwann zu wenig. Das ist allerdings keine Schwäche der Brille, sondern liegt in der Natur einer Kategorie-3-Scheibe. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit sollte man das beim Kauf aber im Hinterkopf haben oder sich eine hellere Wechselscheibe dazulegen.
Die supravision-Beschichtung hält also, was sie verspricht. Dank der großen Scheibe ist auch der Windschutz top: Selbst in der Unterlenkerposition habe ich keinen Luftzug an den Augen gespürt. Genauso großzügig fällt das Sichtfeld aus, weil kein Rahmen den Blick einschränkt, und die schmalen Bügel stören seitlich nicht.
Alltag und Pflege
Die Reinigung ist unkompliziert. Fingerabdrücke sieht man wie bei jeder Sportbrille, wenn man auf die Scheibe fasst. Sie sind aber nicht übermäßig ausgeprägt und lassen sich leicht wieder entfernen. Nach mehreren Wochen im Einsatz zeigt die Scheibe außerdem keine nennenswerten Kratzer, ein gutes Zeichen für die Haltbarkeit.

Stärken und Schwächen
Stärken
- Sehr guter Sitz ohne Druckstellen, auch auf längeren Fahrten
- Nasenpads gut einstellbar, auch bei breiter Nase
- Spürbar mehr Kontrast und kräftigere Farben durch Colorvision
- Im gesamten Test kein Beschlagen
- Großes Sichtfeld und sehr guter Windschutz, auch im Unterlenker
- Passt gut zum Uvex Surge Aero MIPS
- Leicht zu reinigen, nach Wochen ohne nennenswerte Kratzer
Schwächen
- Kategorie-3-Scheibe in der Dämmerung zu dunkel
- Hellere Wechselscheibe muss separat gekauft werden
Fazit: Ist die Uvex Pace Stage CV eine reine Schönwetterbrille?
Nicht ganz. Ihr Revier sind klar sonnige Tage, aber auch bei Bewölkung und beim ständigen Wechsel zwischen Licht und Schatten hat mich die Uvex Pace Stage CV überzeugt. Erst wenn im Herbst die Dämmerung einsetzt, kommt die dunkle Kategorie-3-Scheibe an ihre Grenzen. Das ist bei dieser Tönung aber zu erwarten.
Was die Fahrradbrille auszeichnet, sind vor allem drei Dinge: der spürbare Kontrastgewinn durch colorvision, der Sitz, bei dem man die Brille schnell vergisst, und die durchweg beschlagfreie Sicht. Dazu kommen ein großes Sichtfeld und ein sehr guter Windschutz. Wer überwiegend tagsüber auf dem Rennrad unterwegs ist, bekommt mit der Uvex Pace Stage CV eine komfortable und hochwertige Brille. Wer auch in die dunklere Jahreszeit hinein fährt, sollte über eine hellere Wechselscheibe nachdenken.






