Die Cadex Max40 sind, die sofort auffallen. Nicht wegen einer besonders extravaganten Optik, sondern wegen den fest verbauten Speichen. Das ist ein aerodynamischer Anspruch und der unbedingte Wille zu extrem steifen Laufrädern. Selbst im Highend‑Segment wird der Preis diskutiert. Wie viel ist beeindruckende Performance und ungewöhnliche technische Entscheidungen dem Radsportler wert?
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Aerodynamik trotz geringer Felgenhöhe
40 Millimeter klingen nicht nach Aero‑Wunder. Doch die Max40 sind aerodynamischer, als die Zahlen vermuten lassen. Der Grund ist eine Innenweite von 22,4 Millimeter, was perfekt für 28 Millimeter Reifen ist. Dazu die Speichen mit einem sehr flachen Profil und fest mit einer Scheibe auf der Nabe verbunden. Letzteres ist dann allerdings bei Seitenwind ein Nachteil.

Warum die Cadex Max40 so teuer sind
Der Preis liegt bei rund 3500 Euro UVP. Damit bewegen sich die Max40 in einer Region, in der viele Fahrer nicht mehr von „teuer“, sondern von „Luxusklasse“ sprechen. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar, aber nicht für jeden überzeugend:
Vollcarbon‑Felge mit 40 Millimetern Höhe sind nicht der Grund für den hohen Preis. Auch das Gewicht ist beim subjektiven Vergleich von Gramm nicht außergewöhnlich. No 6 wiegen, zum Beispiel, mit einer Höhe von 50 mm nur 1260 Gramm. Bei der Verarbeitung wird der Unterschied aber nicht nur für Nerds sofort erkennbar. Die Cadex-Laufräder sind über jeden Zweifel erhaben, was Qualität und Material angeht. So kommt die unglaubliche Steifigkeit zustande. Außerdem sind die die Cadex Max 40 mit Ceramic-Lager.
Für Fahrer, die viel im Mittelgebirge unterwegs sind, ergibt das eine interessante Mischung aus Leichtbau und Aero‑Effizienz.
Die Frage ist weniger, ob der Preis technisch gerechtfertigt ist, sondern ob man als Radsportler bereit ist, für diese Art von Performance so tief in die Tasche zu greifen.

Laufräder Vergleich Cadex, Zipp, DT Swiss, Roval

| Modell | Gewicht | Felgenhöhe | Innen/Außen | Preis UVP | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Cadex Max40 | 1249 g | 40 mm | 22.4 mm/28,0 mm | 3500 EUR | Hookless, Ceramic Lager |
| Zipp 303 Firecrest | 1408 g | 40 mm | 25 mm/30,0 mm | 1994 EUR | Hookless, kein Kompressor notwendig |
| DT Swiss ERC 1100 Dicut | 1380 g | 45 mm | 22 mm/28,5 mm | 2499 EUR | DT Swiss Nabe |
| Roval Rapide C38 | 1560 g | 38 mm | 21 mm/26,6 mm | 1199 EUR |
Hookless, gefährlich oder nicht?
Die Cadex Max40 sind so wie alle Laufräder von Cadex Hookless. Das reduziert Gewicht und die Reifen in einer bessern Form halten, nicht zuletzt hat aber auch der Hersteller weniger Ausschuss, weil das Ausformen bei der Produkten einfacher ist.
Dagegen stehen Geschichten von sich abschälenden Reifen. Fakt ist, dass die Wahl der Reifen eingeschränkt ist und der Reifendruck genau beachtet werden muss. Sich damit beschäftigen zu müssen, schreckt viele Radsportler ab.
Innenliegende Justierung der Speichen und ihre Tücken
Zu Hookless-Diskussion kommt, dass die Speichenspannung nur innen justiert werden kann. Auch hier gilt: aerodynamisch sauber, optisch minimalistisch aber das Nachjustieren ist aufwendiger und nicht jeder Mechaniker möchte da dran. Für ein Laufradsatz dieser Preisklasse ist das ein Punkt, den man bewusst akzeptieren muss.

Carbon Speichen und die Frage der Reparierbarkeit
Ein Punkt, der in nahezu jedem Testbericht kritisch angesprochen wird: Die Speichen sind nicht austauschbar. Cadex setzt auf ein System, bei dem die Carbon‑Speichen direkt in die Felge integriert sind. Das sorgt zwar für die hohe Steifigkeit und direkte Kraftübertragung, bedeutet aber bei einer gesprochene Speiche ist eine Reparatur praktisch ausgeschlossen. Für Fahrer, die viel reisen, Rennen fahren oder ihr Material hart belasten, ist das wohl der relevanteste Punkt. Andere Hersteller wie Zipp oder DT Swiss setzen bewusst auf austauschbare Speichen, um genau dieses Risiko zu vermeiden.

Fahreindruck laut internationalen Testberichten
Die Aussagen von bikeradar decken sich mit meinen Fahrerlebnis. Eine spürbare Kraftübertragung, gute Seitenstabilität in Kurven und ruhig auf der Geraden. Selbst bei Seitenwind bleiben die Räder stabil. Die gesamte Performance ist einwandfrei und verbindet Steifigkeit, Geschwindigkeit und Komfort. Damit sind die Max 40 der besten Rennrad-Laufradsatz auf dem Markt, zumindest der beste, den ich jemals gefahren bin.
Für wen sind die Cadex Max40 genau das richtige?
Die Max40 sind ideal für alle, die wellige Strecken mit Beraufpassagen fahren und dabei das beste Material wollen. Für das herausragende Fahrerlebnis müssen diese ambitionierten Sportler einiges in Kauf nehmen und damit ist nicht die Wahl der Hookless-Reifen gemeint. Austausch von Speichen und der Preis werden für Hobbysportler, die nicht auf einen Sponsor zählen, sind ein KO-Kriterium.
Ganz ehrlich: Cadex Max 40 Meinung
Die Cadex Max40 sind technisch beeindruckend und konsequent auf Performance ausgelegt. Sie sind leicht, steif und aerodynamisch effizient. Für den Alltagsgebrauch es Hobbysportlers aber mit großen Schwächen, die man kennen und akzeptieren muss. Auch wenn reannrad-news.de das Gewicht mit „bemerkenswert“ betitelt, sind die Laufräder in der üblichen Range. Nicht gut gefällt mir die Außenbreite von nur 28 mm. Das ist heute schon nicht mehr State-of-the-Art für 28 Millimeter Reifen und 30 Millimeter-Reifen sind die Zukunft. Natürlich spricht technisch nichts dagegen, breitere Reifen zu verwenden, aber man dann büßt man Aerodynamik ein, Stichwort 105.
Wer ein kompromissloses Leichtbau‑Laufrad sucht und bereit ist, mit den Besonderheiten zu leben, findet hier ein außergewöhnliches Produkt. Wer hingegen maximale Flexibilität, einfache Reparierbarkeit und breite Reifenfreiheit möchte, findet bei Zipp, DT Swiss oder Roval passendere Alternativen.
















