Seit Neuestem hat KASK mit der Supernova eine Brille für Rennradfahrer und Läufer im Programm. Das klingt zunächst einmal vielversprechend, denn statt für jede Sportart eine eigene Brille zu brauchen, soll die Supernova beides abdecken.
Inhalt
Optisch setzt die KASK Supernova auf ein schlichtes, rahmenloses Design mit einem großen Glas. Interessant wird es vor allem beim Glas selbst: Die Linsen sind in Zusammenarbeit mit ZEISS entwickelt. Die Partnerschaft soll für eine besonders klare Sicht und einen guten Kontrast sorgen. Ob das auf dem Rennrad tatsächlich einen Unterschied macht, habe ich mir im Test genauer angesehen.

Design und Verarbeitung
Beim Design geht KASK einen anderen Weg als viele aktuelle Sportbrillen. Die Supernova ist sportlich, ohne dabei übertrieben aggressiv zu wirken. Das Design ist auf das Wesentliche reduziert und passt dadurch nicht nur auf das Rennrad, sondern auch im Alltag.
Meine Supernova Variante kommt mit mattschwarzem Rahmen und Super Silver Mirror Gläsern. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Ausführungen, darunter auch eine photochromatische Variante.

Trotz der schlanken Bauweise wirkt die Verarbeitung sehr hochwertig. Die Brille ist extrem leicht, macht dabei aber keineswegs einen empfindlichen Eindruck. Das Material gibt etwas nach, wenn man die Brille in die Hand nimmt, bleibt dabei aber stabil. Genau diese Kombination aus geringem Gewicht und robuster Anmutung gefällt mir gut.
Auch optisch setzt sich die Supernova damit etwas von vielen anderen Sportbrillen ab. Sie versucht nicht, durch möglichst viele Details aufzufallen, sondern bleibt schlicht und absolut Reduziert.




Sichtfeld und Glas
Beim ersten Tragen fällt direkt auf, wie groß das Sichtfeld der Supernova ist. Auf dem Rad lässt sich praktisch alles im Blick behalten. Auch der leichte Blick nach unten auf den Tacho funktioniert problemlos. Bei anderen Brillen hatte ich dabei schon öfter das Gefühl, dass der Rahmen oder die Form des Glases den Blick etwas einschränkt. Bei der Supernova ist davon nichts zu spüren. Im Gegenteil: Ich hatte teilweise sogar das Gefühl, mehr zu sehen als ohne Brille.

Dazu kommt eine sehr klare Sicht. Das Glas wirkt fast wie eine normale Brille mit Sehstärke, nur eben mit entsprechender Abdunklung. In meiner Variante erscheint die Sicht leicht bräunlich, bleibt dabei aber angenehm kühl. Gerade bei sehr hellem Licht macht das einen deutlichen Unterschied. Die Abdunklung ist stark genug, um die Augen zu entlasten, ohne dass Farben komplett verschwinden. Zieht die Sonne einmal weg, bleibt noch ausreichend Licht durch das Glas. Bei sehr dunklen Bedingungen würde ich die Brille allerdings nicht mehr einsetzen.

Dass ZEISS bei der Entwicklung der Gläser mit an Bord war, merkt man. Das Bild bleibt gestochen scharf und auch an den Rändern verschwimmt nichts. Störende Reflexionen oder Lichtblitze sind mir ebenfalls nicht aufgefallen. Selbst beim Autofahren hat die Brille überzeugt. Auch schnelle Wechsel zwischen Sonne und Schatten waren kein Problem.
Sitz und Komfort
Die KASK Brille ist so leicht, dass sie nach wenigen Minuten kaum noch auffällt. Auch nach mehreren Stunden bleibt das Tragegefühl angenehm. Nichts drückt, nichts kratzt und vor allem rutscht die Brille nicht.
Das Nasenpad sitzt angenehm und hält die Brille sicher an ihrem Platz. Für kleinere Nasen liegt zusätzlich ein weiteres Nasenpad bei, mit dem sich der Sitz noch etwas anpassen lässt.


Das macht die Supernova für mich zu einer der am besten sitzenden Brillen, die ich bisher auf dem Rad getragen habe. Nach einer Weile fühlt es sich fast so an, als wäre sie gar nicht da.
Belüftung und Beschlag
Getestet habe ich die Supernova überwiegend an warmen Tagen, aber auch bei deutlich kühleren Temperaturen und weniger Sonne. Beschlagen ist die Brille dabei kein einziges Mal. Selbst wenn ich ordentlich ins Schwitzen gekommen bin, blieb die Sicht frei.
Bei der Belüftung macht die Supernova ebenfalls einen guten Eindruck. Es kommt kein unangenehmer Windzug an die Augen, gleichzeitig hatte ich nie das Gefühl, dass es hinter dem Glas zu warm oder stickig wird. Auch nach längeren Fahrten waren meine Augen nicht gereizt.

Unter normalen Bedingungen auf dem Rennrad funktioniert das Zusammenspiel aus Windschutz und Belüftung für mich sehr gut. Selbst bei intensiverem Fahren lief mir kein Schweiß über die Augen. Zusammen mit der klaren Sicht und dem beschlagfreien Glas macht sich hier vermutlich auch die Zusammenarbeit mit ZEISS bezahlt. Die haben bei der Entwicklung offenbar einen guten Job gemacht.
Besonderheiten
Ein wesentlicher Punkt der Supernova ist das Glas, das KASK gemeinsam mit ZEISS entwickelt hat. Die hohe Schärfe, der gute Kontrast und die fehlenden störenden Reflexionen sind im Alltag deutlich wahrnehmbar. Gerade bei schnellen Lichtwechseln spielt das Glas seine Stärke aus.
Mit gerade einmal 21 Gramm ist sie außerdem extrem leicht. Das klingt auf dem Papier erst einmal nach einer technischen Zahl, macht sich beim Tragen aber tatsächlich bemerkbar. Nach kurzer Zeit nimmt man die Brille kaum noch wahr.

Dazu kommt das außergewöhnlich große Sichtfeld. Durch das rahmenlose Design gibt es kaum etwas, das den Blick einschränkt. Gerade auf dem Rennrad ist das angenehm, weil auch der Blick zur Seite oder leicht nach unten frei bleibt.
Lieferumfang
Beim Lieferumfang gibt es einen Punkt, den ich bei einer Brille dieser Preisklasse vermisse: ein richtiges Etui. Geliefert wird die Supernova in einer Pappschachtel. Darin befinden sich die Brille, ein Brillenbeutel, ein zusätzliches Nasenpad sowie die Anleitungen zum Wechsel von Glas und Nasenpad.

Viel mehr braucht man eigentlich nicht. Ein stabiles Etui hätte ich bei dem Preis trotzdem erwartet. Gerade wenn die Brille nach der Ausfahrt in die Tasche oder ins Auto wandert, wäre ein vernünftiger Schutz einfach praktisch. Andere Hersteller bieten das in dieser Preisklasse ebenfalls an.
Eine weitere sinnvolle Ergänzung wäre ein Korrektureinsatz für Brillenträger gewesen. Damit ließe sich die Brille auch mit individueller Sehstärke nutzen.
Fazit
Auf dem Rad ist die Supernova für mich eine richtig starke Brille. Ich habe beim Test eigentlich nichts auszusetzen. Die Kombination aus dem großen Sichtfeld, dem sehr guten Glas und dem geringen Gewicht macht das Tragen einfach angenehm.
Auch beim Laufen oder Autofahren ist sie ein guter Begleiter. Besonders gefällt mir das zurückhaltende Design. Auf dem Rad funktioniert sie als klare Sportbrille, gleichzeitig kann ich sie auch ganz casual zu normaler Kleidung tragen, ohne direkt auszusehen, als müsste ich gleich den nächsten KOM holen.

Die Zusammenarbeit mit ZEISS scheint bei der Supernova hervorragend zu funktionieren. Die Sicht ist sehr klar und in vielen Situationen sogar besser als ohne Brille. Für mich ist die Supernova damit eine Brille, die nicht nur gut funktioniert, sondern die ich einfach gerne trage.
Der Ansatz der Supernova nicht allein. Auch andere Hersteller wie Evil Eye oder Velluto experimentieren mit unterschiedlichen Glasformen, Beschichtungen und Konzepten, um Sicht und Komfort auf dem Rad zu verbessern.












